IT-Sicherheit

WordPress vor Hackerangriffen schützen: 7 einfache Maßnahmen

5. März 2025 6 Minuten Lesezeit Von Gerhard Peilstöcker
WordPress Website vor Hackerangriffen schützen - IT-Sicherheit aus Bad Vilbel

WordPress ist das beliebteste Content-Management-System der Welt – und genau deshalb ein lohnendes Ziel für Hacker. Laut aktuellen Statistiken werden täglich über 90.000 Angriffe auf WordPress-Websites verzeichnet. Doch mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie Ihre Website effektiv schützen.

Achtung: Eine gehackte Website kann nicht nur Ihr Unternehmen schädigen, sondern auch Ihre Kunden gefährden (z. B. durch Datenlecks oder Malware). Die Kosten für die Bereinigung liegen oft im vierstelligen Bereich – dabei wäre Prävention viel günstiger!

Warum ist WordPress besonders gefährdet?

WordPress wird von über 40% aller Websites weltweit genutzt. Diese Popularität macht es zu einem attraktiven Ziel für Cyberkriminelle. Hinzu kommen:

  • Veraltete Plugins und Themes – viele Website-Betreiber vernachlässigen Updates
  • Schwache Passwörter – "admin" und "123456" sind immer noch weit verbreitet
  • Unsichere Hosting-Umgebungen – nicht jeder Hoster denkt an Sicherheit
  • Fehlende Backups – im Angriffsfall sind alle Daten verloren

Die 7 wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen für Ihre WordPress-Website

1

Regelmäßige Updates durchführen

Updates sind die wichtigste Sicherheitsmaßnahme überhaupt. Jede neue Version von WordPress, Plugins oder Themes schließt bekannte Sicherheitslücken. Setzen Sie Updates zeitnah um – am besten automatisch für kleinere Updates.

Tipp: Aktivieren Sie in WordPress die automatischen Updates für Sicherheits-Releases. Für größere Updates sollten Sie vorher ein Backup erstellen.
2

Starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung

Der Admin-Zugang ist das Tor zu Ihrer Website. Sichern Sie es mit starken, eindeutigen Passwörtern (mindestens 12 Zeichen, Groß-/Kleinschreibung, Zahlen, Sonderzeichen). Noch besser: Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

Tipp: Verwenden Sie einen Passwort-Manager (z. B. Bitwarden oder 1Password) und ein Plugin wie "Wordfence Login Security" für 2FA.
3

Sicherheits-Plugins installieren

Bewährte Sicherheits-Plugins bieten umfassenden Schutz. Sie überwachen Ihre Website, erkennen Angriffe frühzeitig und blockieren verdächtige Aktivitäten.

🔒 Wordfence Security
Firewall, Malware-Scanner, Live-Traffic
🛡️ iThemes Security
2FA, Brute-Force-Schutz, Dateiüberwachung
🚀 Sucuri Security
Malware-Scan, Blacklist-Monitoring, Firewall
🔐 Solid Security (ehemals iThemes)
Umfassender Sicherheits-Suite
4

Regelmäßige Backups erstellen

Ein Backup ist Ihre Rettung im Angriffsfall. Stellen Sie sicher, dass Sie automatisierte Backups Ihrer gesamten Website (Dateien + Datenbank) haben und diese an einem sicheren Ort (nicht auf dem gleichen Server) speichern.

Tipp: Nutzen Sie Backup-Plugins wie "UpdraftPlus", "BackWPup" oder "All-in-One WP Migration". Speichern Sie Backups in der Cloud (Google Drive, Dropbox, Amazon S3).
5

Den Admin-Bereich schützen

Der Login-Bereich ist das Hauptangriffsziel. Schützen Sie ihn durch:

  • Ändern des Login-URLs (von /wp-admin auf etwas Eigenes)
  • Begrenzung von Login-Versuchen (z. B. 3 Versuche, dann temporäre Sperre)
  • IP-Blocking (nur bestimmte IPs dürfen sich anmelden)
Tipp: Plugins wie "WPS Hide Login" oder "Limit Login Attempts" helfen dabei.
6

Nicht genutzte Themes und Plugins entfernen

Jedes installierte, aber nicht genutzte Theme oder Plugin ist ein potenzielles Sicherheitsrisiko. Löschen Sie alles, was Sie nicht aktiv benötigen – auch vermeintlich harmlose Themes wie "Twenty Twenty" (das Standard-Theme von WordPress).

Tipp: Gehen Sie regelmäßig Ihre Plugin-Liste durch und deinstallieren Sie ungenutzte Plugins vollständig (nicht nur deaktivieren).
7

Sicheres Hosting wählen

Die Grundlage jeder sicheren Website ist ein guter Hosting-Provider. Achten Sie auf:

  • Regelmäßige Server-Updates und Patches
  • Integrierte Firewall und DDoS-Schutz
  • Automatische Backups durch den Hoster
  • SSL-Zertifikat (HTTPS) inklusive
  • 24/7 Support im Notfall
Tipp: Managed WordPress Hosting (z. B. bei Raidboxes, Kinsta oder WP Engine) bietet oft die beste Sicherheitsbasis.

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Bonus: Die 5 häufigsten WordPress-Schwachstellen

Schwachstelle Wie Hacker sie ausnutzen Gegenmaßnahme
SQL-Injection Einschleusen schädlicher SQL-Befehle über Formulare Updates, Parameter validieren, Sicherheits-Plugin
Cross-Site-Scripting (XSS) Einschleusen von schädlichem JavaScript-Code Updates, Eingaben filtern, Sicherheits-Plugin
Brute-Force-Attacken Automatisierte Login-Versuche mit tausenden Passwörtern Login-Limitierung, 2FA, starke Passwörter
File Inclusion Ausführen von fremden Dateien auf dem Server Updates, Dateiberechtigungen prüfen
XML-RPC-Angriffe Ausnutzung der WordPress-API für DDoS-Angriffe XML-RPC deaktivieren (wenn nicht benötigt)

Ihr WordPress-Sicherheits-Checkplan

Setzen Sie diese Checkliste monatlich um, um Ihre Website sicher zu halten:

WordPress Core-Update prüfen

Alle Plugins auf Updates prüfen

Themes auf Updates prüfen

Backup-Ordner prüfen (letztes Backup)

Login-Versuche in letzter Zeit prüfen

Unbekannte Benutzerkonten kontrollieren

Nicht genutzte Plugins/Themes löschen

Sicherheits-Plugin Scan durchführen

Fazit

Die Sicherheit Ihrer WordPress-Website ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Mit den 7 vorgestellten Maßnahmen – Updates, starke Passwörter, Sicherheits-Plugins, Backups, Admin-Schutz, Aufräumen und sicheres Hosting – schaffen Sie eine solide Basis.

Für Unternehmen in Bad Vilbel und der Region Rhein-Main übernehme ich gerne die regelmäßige Wartung und Sicherheitsüberwachung Ihrer Website. So können Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren – ich kümmere mich um Ihre IT-Sicherheit.


Gerhard Peilstöcker

Gerhard Peilstöcker

IT-Experte für Webdesign, CRM und IT-Sicherheit aus Bad Vilbel

Seit über 20 Jahren entwickle und betreue ich Websites. Als zertifizierter Datenschutzbeauftragter (TÜV) helfe ich Unternehmen, ihre digitalen Assets sicher zu betreiben.

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